Energiekrise-Risiko: Preisanpassung durch Lieferanten

07.09.2022 | Johannes Humbert

Angesichts momentan drastisch steigender Energiepreise raten Experten zur Vorsicht: Nicht nur die eigenen Betriebs- und Produktionskosten steigen, auch Lieferanten haben unter dem Preisanstieg zu leiden – und geben die Mehrkosten weiter, wenn es ihre Verträge erlauben. KI-Technologie macht das Risiko transparent und Unternehmen handlungsfähig.

Preisgleitklauseln, relevant wie nie

Viele Unternehmen prüfen aktuell bereits, welche „eigenen“ Mehrkosten durch gestiegene Gas-, Öl- und Strompreise auf sie zukommen und ob sie diese an ihre Kunden weitergeben können/dürfen. Ein noch größeres Risiko schlummert mitunter jedoch in den Verträgen mit weiteren Lieferanten – denn auch diese können ggf. die Preise stark erhöhen.

Ob, wann und unter welchen Umständen eine Preisanpassung durch einen Lieferanten möglich ist, steht im Lieferantenvertrag. Es geht um Fristen und Preisbindung, aber auch um Preisgleitklauseln, welche die Möglichkeiten definieren, bei Erhöhung der Selbstkosten den Preis einer Ware oder Dienstleistung anzupassen.

Je mehr Lieferanten ein Unternehmen hat, desto höher ist das Risiko, zusätzlich zum Anstieg der Energiekosten von massiven Preissteigerungen der Lieferanten betroffen zu sein.

Wissen, absichern, vorbereiten

Wie hoch die Risiken der Preisanpassungen durch Lieferanten tatsächlich sind, lässt sich nur durch genaue Prüfung der bestehenden Verträge herausfinden.

Vertragsfristen, Preisbindungen, Preisgleitklauseln: Die relevanten Parameter bestehender Verträge zu kennen und diese nach bestimmten Kriterien zu Clustern ermöglicht einen klaren Blick auf die Ist-Situation.

So schaffen Unternehmen die Grundlage, um eine individuelle Strategie zu entwickeln und fundierte unternehmerische Entscheidungen zu treffen – sowohl jetzt als auch in den nächsten (Krisen-)Jahren.

KI-basierte Prüfung für schnelle Transparenz

Prüfung von Lieferantenverträgen kostet viel Zeit. Die komplexen Vertragswerke sind nicht einheitlich formuliert und die Informationen stehen an unterschiedlichen Stellen. Viele Unternehmen haben darüber hinaus sehr viele Verträge, deren Prüfung manuell quasi nicht möglich ist.

Neueste KI-Technologie ist in der Lage, semantische Zusammenhänge in komplexen langen Texten zu erkennen und diese so auf menschlichem Niveau zu lesen – nur schneller und präziser.

So können tausende von Lieferantenverträgen innerhalb kürzester Zeit präzise auf möglicherweise kritische Klauseln geprüft werden. Selbst das KI-basierte clustern der Informationen ist möglich – so ist schnell ersichtlich, welche Lieferantenbeziehungen mit hoher Priorität betrachtet werden sollten.

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